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Mutterhausdiakonie

 

Mutterhausdiakonie

Mutterhausdiakonie bezeichnet das diakonische Engagement von Frauen, das ordensähnlich auf einer Glaubens-, Lebens- und Dienstgemeinschaft    beruht.
Aus dieser Lebensform heraus entwickelt jedes Glied dieser Gemeinschaft seinen eigenen Lebensstil, entfaltet seine Gaben und Begabungen und lebt seinen Glauben durch seine Persönlichkeit und seine Arbeit.

 

Das erste Diakonissen-Mutterhaus wurde 1836 durch das Pfarrehepaar Theodor und Friederike Fliedner in Kaiserswerth bei Düsseldorf gegründet. In verhältnis-

mäßig rascher Folge entstanden Mutterhäuser dieser Form in ganz Deutschland, so 1891 auch das unsere in Leipzig.

 

Die Mutterhausdiakonie ist in ihrer Gründungsphase eine im Glauben begründete Anwort auf die sozialen Herausforderungen des 19. Jahrhunderts.

 

1861 schlossen sich die ersten Diakonissenmutterhäuser zur internationalen "Kaiserswerther Generalkonferenz" zusammen. Während des ersten Weltkrieges wurde 1916 der "Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissenmutterhäuser e.V." gegründet.

 

Wie in einer großen Familie erfährt jede Diakonisse in ihrem Mutterhaus die geistliche Zurüstung zu einem verbindlichen Zusammenleben um Christus als die Mitte. IHM dienen und den Menschen, ist Ausdruck ihrer Liebe zu Gott. Ebenso wie alle bekennenden Christen versteht sie ihren Dienst an Kranken, Alten, Behinderten, Kindern und Sterbenden als Zeugnis für Jesus Christus. Die Begleitung und Versorgung von Menschen in irgendeiner Not geschieht in der festen Zuversicht auf ein ewiges Leben durch den Glauben an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

 

Bis heute prägen Diakonissen die soziale, pädagogische und gesellschaftliche Arbeit christlicher Nächstenliebe. Die Hauptaufgabe, die Werke der Barmherzigkeit immer neu zu buchstabieren, wird bleiben: Nackte bekleiden, Hungernden Nahrung geben, Dürstenden zu trinken reichen, Kranke und Gefangene besuchen (nach Matthäus 25, 35 ff).

 

Auch wenn die äußere Form der Mutterhausdiakonie sich weiter wandelt, ist die Entschiedenheit des einzelnen Menschen gefragt, Jesus Christus in der Radikalität seiner Erwartungen nachzufolgen.